Antigravity A1: Was sie kann – und was du in Österreich brauchst
Alle Fakten zur Antigravity A1: Ausstattung, rechtliche Einordnung (Klasse C0 oder C1) und ehrliche Preis-Info. Stand Juli 2026.
- Erste 8K-360°-Drohne unter 250 g – mit Insta360 entwickelt, ab 999 €.
- Der Akku entscheidet: 249 g = C0 (kein Führerschein), 291 g = C1 (A1/A3 nötig).
- FPV mit Brille – nie ohne Spotter neben dir (UAS.OPEN.060), unabhängig vom Gewicht.
Die erste 8K-360°-Drohne unter 250 Gramm
Die Antigravity A1 ist gemeinsam mit Insta360 entstanden – und das merkt man. Sie filmt rundum in 8K, und die Blickrichtung legst du erst am Schnittplatz fest. Gesteuert wird sie nicht mit Sticks, sondern mit einer Vision-Brille und einem Griff-Controller: Du schaust hin, wo du hinwillst, und die Drohne fliegt dorthin („Point-to-Fly“).
Für Kreative ist das der eigentliche Reiz: keine Gimbal-Schwenks mehr planen, keine verpasste Perspektive. Für die Rechtslage in Österreich sind allerdings zwei Details entscheidend, die im Marketing untergehen.
Die wichtigsten Specs
Falle 1 – der Akku entscheidet über die Klasse. Der Hersteller kennzeichnet die Bundles selbst unterschiedlich: Standard, Explorer und Ultimate (Ultraleicht) sind C0 (249 g), Infinity und Ultimate sind C1 (291 g). Dasselbe Fluggerät, zwei Regelwelten. Mit dem C1-Akku brauchst du den A1/A3-Kompetenznachweis und darfst unbeteiligte Personen nicht mehr überfliegen. Wer beide Akkus besitzt, muss vor jedem Start wissen, welcher eingelegt ist.
Falle 2: Das ist FPV – ohne Spotter geht nichts
Die A1 wird mit einer Videobrille geflogen. Damit siehst du die Drohne nicht mehr mit eigenen Augen – und genau das verlangt das Gesetz. Die Brille ist also kein Zubehör, sondern der Grund, warum du diese Drohne nie allein fliegen darfst.
Achtung – FPV ist rechtlich kniffliger: Mit Videobrille siehst du die Drohne nicht mehr direkt. Die vorgeschriebene Sichtverbindung (VLOS) musst du dann durch eine:n Luftraumbeobachter:in (Spotter) sicherstellen. Der Rechtsrahmen (UAS.OPEN.060, Anhang Teil A der VO (EU) 2019/947 samt AMC/GM): Der Spotter muss sich neben dem Fernpiloten befinden, das Luftfahrzeug ohne technische Hilfsmittel (ausgenommen Sehbrille/Kontaktlinsen) durchgehend beobachten und den Fernpiloten laufend unterstützen, damit der Flug sicher durchgeführt werden kann. Der Spotter darf die Reichweite dabei nicht über die normale VLOS-Distanz hinaus verlängern. Ohne Spotter ist FPV in der Open-Kategorie nur im Follow-me-Modus bis 50 m zulässig.
- Unter 250 g heißt nicht ohne Regeln: Der C0-Akku erspart dir den Führerschein, nicht den Spotter. Die Sichtverbindung ist unabhängig vom Gewicht vorgeschrieben.
- Registrierung: Pflicht, ausgelöst durch die Kamera – 46,80 € für 3 Jahre, Betreibernummer sichtbar an der Drohne.
- Versicherung: Haftpflicht ist in Österreich Pflicht.
- Zonen und Höhe: max. 120 m, Geo-Zonen vorher auf der Karte prüfen.
Alternative mit ähnlichem Konzept: die DJI Avata 360. Sie lässt sich wahlweise mit Brille (dann mit Spotter) oder mit normalem Controller und Bildschirm fliegen – das ist der entscheidende Unterschied.
Häufige Fragen
Ist die Antigravity A1 C0 oder C1?
Beides – es hängt am Akku. Mit dem Standard-Flugakku wiegt sie 249 g und ist C0; mit dem größeren Akku 291 g und C1. Der Hersteller kennzeichnet die Bundles entsprechend: Standard, Explorer und Ultimate (Ultraleicht) als C0, Infinity und Ultimate als C1.
Brauche ich für die Antigravity A1 einen Spotter?
Ja. Sie wird mit Videobrille geflogen, damit ist die vorgeschriebene Sichtverbindung nur über eine zweite Person zu erfüllen – der Spotter muss neben dir stehen und die Drohne ohne Hilfsmittel beobachten (UAS.OPEN.060, VO (EU) 2019/947).
Brauche ich für die Antigravity A1 einen Drohnenführerschein?
Mit dem C0-Akku (249 g) nicht. Mit dem C1-Akku (291 g) schon: dann ist der A1/A3-Kompetenznachweis Pflicht. Registrierung und Versicherung brauchst du in beiden Fällen.
Warum reicht die Brille nicht als Sichtverbindung?
Weil das Gesetz den Blick mit freiem Auge auf das Fluggerät verlangt, nicht auf ein Kamerabild. Eine Videobrille ist ein technisches Hilfsmittel und ersetzt die Sichtverbindung nicht.
Und an deinem konkreten Standort?
Ob du dort fliegen darfst, hängt zusätzlich von Geozonen und lokalen Einschränkungen ab – tagesaktuell auf der Karte.