Drohneninfos.at by W4 Sky Media
Praxis

Wetter für Drohnenflüge: Wann fliegen, wann bleiben lassen?

Die meisten Drohnenabstürze sind Wetterabstürze. Diese Grenzwerte solltest du kennen, bevor du startest.

Von Benjamin Hetzendorfer · Aktualisiert am · 5 min Lesezeit

Wind: der wichtigste Faktor

Faustregel: Fliege nur, wenn die Windgeschwindigkeit (inkl. Böen!) deutlich unter der Maximalgeschwindigkeit deiner Drohne liegt. Kleine Drohnen (Mini-Klasse) werden ab ca. 10 m/s (36 km/h) kritisch, größere vertragen mehr. In der Höhe weht es fast immer stärker als am Boden – ein ruhiger Startplatz sagt wenig über 100 m Höhe aus.

Temperatur und Akkus

LiPo-Akkus verlieren bei Kälte drastisch Kapazität: Unter 10 °C Akkus warm halten (Jackentasche), unter 0 °C nur mit vorgewärmten Akkus und reduzierter Flugzeit fliegen, Hovern zum Aufwärmen. Spannungswarnungen kommen bei Kälte schlagartig – früher landen.

Niederschlag und Feuchtigkeit

Die meisten Kameradrohnen sind nicht wassergeschützt. Schon Nieselregen oder dichter Nebel kann Motoren und Elektronik schädigen – und Nebel kostet dich zusätzlich die vorgeschriebene Sichtverbindung (mind. 5 km Bodensicht!).

Kp-Index und GPS

Bei starker Sonnenaktivität (Kp-Index ≥ 5) wird die Satellitennavigation unzuverlässig – Positionsdrift und „Toilet Bowl“-Effekt drohen. Vor wichtigen Flügen kurz den Kp-Wert checken.

Wind (Mini-Klasse)max. ~10 m/s inkl. Böen Temperaturideal 10–35 °C, unter 0 °C nur mit Vorsichtsmaßnahmen Sichtmind. 5 km Bodensicht (DLOS-Anforderung) Kp-Indexunter 5 fliegen
Praktisch: Die interaktive Drohnenkarte zeigt dir Wetterdaten direkt am geplanten Flugort – zusammen mit den Zonen ein kompletter Vorflug-Check an einem Ort.

Und an deinem konkreten Standort?

Ob du dort fliegen darfst, hängt zusätzlich von Geozonen und lokalen Einschränkungen ab – tagesaktuell auf der Karte.

Standort auf drohnenkarte.at prüfen →