Wetter für Drohnenflüge: Wann fliegen, wann bleiben lassen?
Die meisten Drohnenabstürze sind Wetterabstürze. Diese Grenzwerte solltest du kennen, bevor du startest.
Wind: der wichtigste Faktor
Faustregel: Fliege nur, wenn die Windgeschwindigkeit (inkl. Böen!) deutlich unter der Maximalgeschwindigkeit deiner Drohne liegt. Kleine Drohnen (Mini-Klasse) werden ab ca. 10 m/s (36 km/h) kritisch, größere vertragen mehr. In der Höhe weht es fast immer stärker als am Boden – ein ruhiger Startplatz sagt wenig über 100 m Höhe aus.
Temperatur und Akkus
LiPo-Akkus verlieren bei Kälte drastisch Kapazität: Unter 10 °C Akkus warm halten (Jackentasche), unter 0 °C nur mit vorgewärmten Akkus und reduzierter Flugzeit fliegen, Hovern zum Aufwärmen. Spannungswarnungen kommen bei Kälte schlagartig – früher landen.
Niederschlag und Feuchtigkeit
Die meisten Kameradrohnen sind nicht wassergeschützt. Schon Nieselregen oder dichter Nebel kann Motoren und Elektronik schädigen – und Nebel kostet dich zusätzlich die vorgeschriebene Sichtverbindung (mind. 5 km Bodensicht!).
Kp-Index und GPS
Bei starker Sonnenaktivität (Kp-Index ≥ 5) wird die Satellitennavigation unzuverlässig – Positionsdrift und „Toilet Bowl“-Effekt drohen. Vor wichtigen Flügen kurz den Kp-Wert checken.
Und an deinem konkreten Standort?
Ob du dort fliegen darfst, hängt zusätzlich von Geozonen und lokalen Einschränkungen ab – tagesaktuell auf der Karte.