Open, Specific, Certified: Wo gehört dein Flug hin?
Nicht die Drohne, sondern das Risiko des Einsatzes bestimmt die Kategorie – und damit deine Auflagen.
| Open | Specific | Certified | |
|---|---|---|---|
| Risiko | gering | erhöht | vergleichbar mit bemannter Luftfahrt |
| Höhe | max. 120 m | gemäß Bewilligung | gemäß Zertifizierung |
| Sichtweite | VLOS Pflicht | auch BVLOS möglich | je nach Betrieb |
| Gewicht | unter 25 kg | auch darüber | auch darüber |
| Voraussetzung | keine Bewilligung; Registrierung und Kompetenznachweis je nach Drohne und Unterkategorie | Betriebsbewilligung (meist mit SORA), STS-Deklaration oder LUC | Zertifizierung von Gerät & Betrieb |
| Typisch | Hobby, Foto/Video, kleine Gewerbeflüge – auch in der Stadt, wenn die Open-Bedingungen eingehalten werden | BVLOS, Flüge über Menschen, Infrastruktur-Inspektion außerhalb der Open-Grenzen | Drohnen-Taxi, Gefahrgut, Personentransport |
Entscheidend für die Kategorie ist nicht der Ort und nicht das Etikett „gewerblich“, sondern ob der konkrete Betrieb die Bedingungen der Kategorie Open einhalten kann. Kann er das nicht – etwa weil außerhalb der Sichtweite oder über unbeteiligten Personen geflogen werden soll –, wird Specific relevant.
Open im Detail: A1, A2, A3
Die Regeln für die große Mehrheit aller Flüge – inklusive Bestandsdrohnen-Übergangsregeln.
Specific im Detail: SORA, STS, LUC
Der komplette Leitfaden zur Betriebsbewilligung – aktualisiert auf SORA 2.5.
Die Kategorie Certified betrifft aktuell fast niemanden: Sie greift, wenn das Risiko dem der bemannten Luftfahrt entspricht – etwa beim Transport von Personen oder Gefahrgut. Fluggerät und Betrieb werden dann wie ein Flugzeug zertifiziert.
Und an deinem konkreten Standort?
Ob du dort fliegen darfst, hängt zusätzlich von Geozonen und lokalen Einschränkungen ab – tagesaktuell auf der Karte.