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Flugzonen

Permanente Zonen: Kontrollzonen, Militär & Flugbeschränkungen

Diese Gebiete stehen dauerhaft auf der Karte – wer hier fliegen will, braucht in der Regel eine Zustimmung oder Bewilligung. Mit einer wichtigen Ausnahme für die leichtesten Drohnen.

Von Benjamin Hetzendorfer · Aktualisiert am · 5 min Lesezeit

Kontrollzonen (CTR) um Flughäfen

Um jeden Verkehrsflughafen (Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt) und einige weitere Plätze liegt eine Kontrollzone. Innerhalb einer Kontrollzone ist grundsätzlich die Zustimmung der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle erforderlich (§ 18 Abs. 6 LVR) – beantragt über das Dronespace-System bzw. die App. In Flughafennähe (An-/Abflugbereiche) gilt praktisch Flugverbot.

Die österreichische Ausnahme: Drohnen unter 250 g dürfen bis maximal 30 m über Grund ohne Zustimmung der Flugverkehrskontrolle in einer Kontrollzone fliegen (§ 18 Abs. 6 Z 1 LVR). Das ist keine pauschale Freigabe: Flugplatzzonen, Flugbeschränkungsgebiete, Heliport-Umkreise, Naturschutz und alle übrigen Regeln gelten weiter. Wie sich das in Wien auswirkt →

Militärische Lufträume und Sperrgebiete

Über militärischen Anlagen und Übungsgebieten ist der Betrieb nur mit Zustimmung der zuständigen militärischen Stellen erlaubt. Seit 1. Oktober 2026 kennt das LFG ausdrücklich Sicherheitszonen bei Militärflugplätzen: Betrieb nur mit Zustimmung der Militärflugleitung (§ 24m LFG).

Flugbeschränkungsgebiete (LO R)

Dauerhafte Beschränkungen – in der Luftfahrtsprache als LO-R-Gebiete bezeichnet (z. B. LO R15) – liegen u. a. über kritischer Infrastruktur (Kraftwerke, Raffinerien), Justizanstalten und bestimmten Ballungsbereichen. Je nach Gebiet ist der Betrieb verboten oder an eine Bewilligung der zuständigen Behörde gebunden.

Flugplätze und Heliports

Auch um unkontrollierte Flugplätze und Hubschrauberlandeplätze (z. B. Krankenhäuser!) bestehen definierte Umkreise – standardmäßig 2.500 m um den Flugplatzbezugspunkt, bei einzeln gelisteten Plätzen 1.500 m oder 3.000 m (Anhang E Teil B LVR). Dort darfst du grundsätzlich nur außerhalb der Betriebszeiten fliegen – und diese musst du nach § 18 Abs. 5 LVR selbst erheben, über AIP und NOTAM und beim Flugplatzhalter.

Flugplätze, Flughäfen und Heliports: der ganze Artikel →

Praxis-Tipp: Ob dein Spot betroffen ist, siehst du in Sekunden auf der interaktiven Drohnenkarte – inklusive der Grenzen und Höhenlimits jeder Zone. Verbindlich ist die offizielle Darstellung auf map.dronespace.at.

Und an deinem konkreten Standort?

Ob du dort fliegen darfst, hängt zusätzlich von Geozonen und lokalen Einschränkungen ab – tagesaktuell auf der Karte.

Standort auf drohnenkarte.at prüfen →