130 Jahre Bergrettung: Vom Hanfseil zur Drohnenstaffel
1896 in Reichenau an der Rax gegründet, heute rund 13.200 Ehrenamtliche – und Drohnen, die Verunfallte orten und Ausrüstung transportieren.
Vor 130 Jahren entstand in Wien der weltweit erste organisierte alpine Rettungsdienst – ausgelöst durch ein Lawinenunglück mit drei Toten am Reißtalersteig in den Raxmäuern. Eine Ausstellung im Schloss Reichenau zeichnet die Entwicklung nach: vom Hanfseil, das nass schwer und steif wurde, über Stahlseile und den hölzernen „Ur-Akja“ bis zur heutigen Gebirgstrage.
Heute gehören Drohnenstaffeln zur Bergrettung wie Suchhunde-Einheiten und Spezialisten für Ortung und Aufklärung. Drohnen helfen, Verunfallte zu orten und Ausrüstung zu transportieren; die Nachteinsatzfähigkeit wird laufend ausgebaut, Such- und Versorgungszeiten werden kürzer. Live-Tracking leitet die Einsatzkräfte, KI unterstützt die Einsatzplanung. Rund 13.200 Männer und Frauen leisten diese Arbeit ehrenamtlich.
Die Grenze benennen die Retter selbst: Bei Sturm, Schnee oder Nebel können weder Hubschrauber noch Drohnen fliegen. Dann sind die Bergretterinnen und Bergretter auf sich gestellt. „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagen Einsatzleiter Michael Schieraus und Kuratorin Sonja Lixl von der Ortsstelle Reichenau.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- Redaktionelle Einordnungscience.ORF.at, 5. September 2026: „Von Akja bis Drohne: Innovation in der Bergrettung“130 Jahre Bergrettung; Drohnenstaffeln, Ortung, Materialtransport, Nachteinsatzfähigkeit; rund 13.200 Ehrenamtliche; Ausstellung Schloss ReichenauZur Quelle ↗
Fachlich geprüft am · Redaktion drohneninfos.at · Fehler gefunden? Kurz melden – Korrekturen werden zeitnah eingearbeitet.
Und an deinem konkreten Standort?
Ob du dort fliegen darfst, hängt zusätzlich von Geozonen und lokalen Einschränkungen ab – tagesaktuell auf der Karte.